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Online-Magazin zur UEFA-Fünfjahreswertung |
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Deutschland |
Italien |
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Schweiz |
Rumänien |
Russland |
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Saison 2008/09
Die aktuelle Situation für Deutschland__________________________________________Stand 19.12.2008
Die deutsche Fußball Liga GmbH
meldet (vollständiger
Text siehe dort mit selbem Datum)
Zitat ebenda:„Deutschland festigt Platz 4 in der Fünf-Jahres-Wertung
Keine
Veränderung auf den ersten zehn Plätzen in der UEFA-Fünfjahreswertung:
Deutschland überwintert auf Platz 4. Da alle sieben rumänischen Vereine in den
Europapokal-Wettbewerben schon ausgeschieden sind und die Osteuropäer damit im
Frühjahr nicht mehr punkten können, ist für die Bundesliga ein Absturz auf
Platz 7 - was einen Startplatz in der Champions League
gekostet hätte - ausgeschlossen.“
Weiterhin wird in dem Artikel davon gesprochen, dass bei knapp 9 Punkten
Rückstand auf Italien ein Vorstoss auf Platz 3 diese
Saison nicht möglich ist.
Der DFB ist mit seiner Pressemitteilung vom 28.11.08
allerdings noch beim vorletzten Spieltag der Gruppenphase. Es wird auch von
einem nun nicht mehr möglichen Absturz auf Platz 7 gesprochen.
Interpretation obiger
Pressemitteilungen:
Es ist jetzt knapp 2 Jahre her als Deutschland kurzzeitig auf einen 6.
Platz - allerdings damals hinter Portugal - zurückgefallen war. Seit dann
Rumänien 2005/06 und 06/07 noch dazu 2 extrem leistungsstarke Jahre hatte,
geistert durch die Medien immer noch „Absturz auf den 7. Platz“. Im
letzten Jahr und in diesem Jahr wieder hat Rumänien nur gut je 2,6 Punkte
erspielt.
Bei einem derzeitigen
Vorsprung von knapp 14 Punkten auf den 7. Platz ist diese Gefahr schon lange
nicht mehr gegeben. Zu Beginn der nächsten Saison wird dieser Vorsprung
ebenfalls bei ca. 12 bis 14 Punkten liegen. Also: Solche „Horror-Meldungen“
brauchen nicht mehr beschworen werden.
Sehr richtig wurde erkannt: „Der Sprung auf
Platz 3 ist in dieser Saison nicht mehr möglich!“
Letzte Saison hatten wir schon ausgeführt, dass nach diesem und dem
nächsten Spieljahr Italien insgesamt 8,349 Punkte mehr verliert als Deutschland
und sich damit ein kleiner Vorsprung für Deutschland ergibt. Die aktuelle
Tabelle sagt, dass momentan ein leichter Rückstand
in der Dreijahreswertung von 0,116 Punkten besteht, weil Italien diese
Saison bisher leicht besser ist als Deutschland. Der Rückstand beträgt nur ein Unentschieden. Damit ist im Frühjahr für
enorm viel Spannung gesorgt.
Die Besucher unserer Seiten, vor allem des Forums wissen, dass wir den
Angriff auf Italien als langfristig betrachten.
Das heisst im Klartext, diese Saison den leichten
Rückstand noch wettmachen, dann in den nächsten beiden Spielzeiten gleiche oder
nur wenig bessere Leistungen als Italien, dann hätte Deutschland für das Jahr 2012/13 wieder
einen dritten Platz erreicht.
Für dieses Ziel: „dritter Platz“ ist
die Dreijahreswertung maßgeblich. Hier zu sehen in Spalte 14.
Weiterhin wird von einem komplizierten
Bewertungsschlüssel gesprochen. Im Grunde ist es nicht so schwierig. Nur
dadurch, dass immer ein Fünfjahreszeitraum genommen wird, der sich
kontinuierlich verschiebt, ist es auf den ersten Blick etwas verwirrend. Man
braucht nur zu gucken, wie viele Punkte aus der ältesten Saison wegfallen im
Verhältnis zu den direkten Konkurrenten. Dieses wird in unserer Tabelle dadurch
herausgestellt, dass wir die Vierjahreswertung mit ausgerechnet haben, sie wird
mit Stand 19.12.2008 in der Spalte 12
angezeigt, was den Stand zu Beginn der Saison 2009/10 bedeutet und dann für
2011/12 zählt. (Hier ist Deutschland immer noch Vierter mit einem Rückstand von
5,036 Punkten = Stand 19.12.2008). Unter normalen Umständen wird auch dann
Deutschland nicht auf einen dritten Platz springen können.
Festzustellen ist noch, dass bei den derzeitigen Topp-Sechs-Ländern;
England, Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und Russland zwischen den
einzelnen Jahren der Fünfjahreswertung die Schwankungsbreite nicht so hoch
liegt wie bei den anderen Ländern und in fast allen Jahren die erreichte
Punktzahl über 10 liegt. Eine Zahl von Ländern zählen wir zur „zweiten Garde“. Näheres dazu unter Gedanken zur Fünfjahreswertung.
gartencastro
Verlauf der Saison 2008/09:
In diesem Jahr hat Deutschland 8 Mannschaften in den Europa-Cup
gebracht. In dieser Wertung
wurden die Plätze ausgespielt. Für den damals erreichten 5. Platz waren es 2
feste Champions-League-Plätze, 1 Platz Qualifikation
zur CL und 2 Plätze UEFA-Pokal, plus 1 UP-Platz für
den Pokalsieger/Endspielteilnehmer. Zu den sechs festen Plätzen des DFB kam ein Platz über die Fairplaywertung,
sowie ein Platz durch die Qualifikation über den UI-Cup
hinzu.
Der FC Schalke 04 konnte sich dann gegen Athletico
Madrid nicht für die CL qualifizieren und war eine von 6 Mannschaften des DFB
im UEFA-Pokal. In der 1. Runde unterlag dann hier allerdings Borussia Dortmund
gegen die Italiener aus Udine nach Elfmeterschiessen. Die Italiener waren
insgesamt verdient weiter, aber doch etwas glücklich. Schalke 04 und Hertha BSC
(über Fairplay qualifiziert) konnten sich in den UP-Gruppenspielen
leider nicht für das Sechzehntelfinale qualifizieren. Somit sind
schon drei deutsche Vertreter
ausgeschieden, bei den anderen der Topp-Sechs nur je zwei, bei Italien
sogar nur eine Mannschaft ausgeschieden.
In der Champions-League konnte sich Werder Bremen durch nur vier
Unentschieden im letzten Moment durch einen Sieg gegen Inter Mailand noch für
das Sechzehntelfinale im UP qualifizieren.
Da die anderen Mannschaften recht ordentlich punkten konnten, kam
insgesamt mit 8,687 Punkten noch ein ordentliches Ergebnis zusammen. Im Archiv kann man sehen, dass zum
gleichen Zeitpunkt im Vorjahr 8,785 Punkte erspielt wurden, allerdings war
damals auch noch eine deutsche Mannschaft mehr im Rennen.
Kritik an den deutschen Mannschaften:
Schalke 04 hat mit der verpassten Champions-League-Quali
und dann den gezeigten Ergebnissen mit insgesamt 7 erspielten Punkten gefühlsmässig am stärksten versagt.
Hertha BSC mit 8,5 Punkten ließ nicht mehr erwarten, reiht sich aber in
die eher mäßigen Leistungen ihrer gesamten Europapokalgeschichte ein. Die
Begeisterung springt einfach nicht über in Berlin.
Borussia Dortmund, nach fünf Jahren ohne Europapokal auch schlecht in
der Wertung, konnte keinen leichteren Gegner bekommen und hat sich auch
entsprechend unerfahren verhalten.
Von Werder Bremen hatte man trotz 9 Punkten nach den Leistungen der
vergangenen Jahre etwas mehr erwartet, zumal sie diesmal in Topf 2 gelost
wurden.
Alle anderen, besonders Bayern München und der Europapokal-Neuling VfL
Wolfsburg, sowie Hamburger SV und VfB Stuttgart (über UI-Cup)
haben sehr gute Leistungen gebracht.
Die Wichtigkeit direkter Duelle:
Dortmund-Udine, hier wäre ein Weiterkommen für die Wertung wichtig gewesen, weil dann
ein Vertreter Italiens weniger gewesen wäre, denn Udine holte noch 6 Punkte.
Werder Bremen holte gegen Inter Mailand allerdings 3 von 4 möglichen Punkten
und Inter kam dadurch nur auf Platz 2, Bayern München gegen Florenz ebenso 3
von 4 Punkten. Wolfsburg hat durch sein Unentschieden beim AC Mailand diese auf
dem zweiten Platz der Gruppe gehalten. Stuttgart holte gegen Genua ein
Unentschieden.
Gesamtbilanz gegen Italien: 3 Siege 4 Unentschieden 1
Niederlage.
Durch Schalkes Scheitern kam allerdings Juventus Turin (zwei
Jahre nicht dabei) dann doch noch in Topf 2.
Insgesamt haben die deutschen Mannschaften gegen die Topp-Sechs-Länder 8 Siege 5 Unentschieden
und 4 Niederlagen erreicht. Also recht positive Bilanz.
Durch Bonuspunkte zur CL-Quali und zum Achtelfinale hat
Italien 15 Punkte und Deutschland 7 Punkte erhalten. Der italienische Vorsprung
von 7,5 Punkten kommt nur aus den Bonuspunkten.
Die Duelle in den KO-Runden im
Frühjahr: (mit Sicht nur deutsche
und italienische Mannschaften)
In der Champions-League:
Chelsea – Juventus Turin____________________________Sporting Lissabon
– Bayern München
Arsenal – AS Rom
Inter Mailand –
Im UEFA-Pokal:
Sampdoria Genua – Metalist
Karkiv_________________________________Paris
Saint-Germain – VfL Wolfsburg
Lech
Werder Bremen – AC Mailand
Florenz – Ajax Amsterdam______________________________________________Zenit St. Petersburg – VfB Stuttgart
Die rein englisch-italienischen Duelle der Champions-League sehen wohl
eher nicht die italienischen Mannschaften als Favoriten. Im UEFA-Pokal sieht es
eher etwas schlechter aus für Deutschland.
Stand: 19.12.2008
gartencastro
Achtelfinale CL und Sechzehntelfinale
UP Stand 26. Februar 2009
Bayern München hatte einen schlechten Rückrundenstart mit 1 Sieg
und 3 Niederlagen in der Bundesliga. Das Hinspiel wurde bei Sporting
Lissabon auch entsprechend verunsichert begonnen. Nach einigen Unsicherheiten
in der Abwehr, es musste einmal Lahm auf der Linie klären, gelang dann durch Ribery völlig unerwartet am Ende der ersten Halbzeit ein
Tor. Wie schon häufig in solchen Krisenzeiten bei den Bayern hatten sie diesmal
Glück. So wurde ein Abseitstor nicht aberkannt. Es folgte
daraufhin ein Sturmlauf und ein nicht für möglich gehaltenes 5:0, der höchste
Sieg aller Zeiten. Das Viertelfinale ist damit schon nahezu erreicht, wurde von
allen Beteiligten aber nicht überbewertet. Mit genügend professioneller
Auffassung wird somit das Rückspiel genügend ernst genommen.
Bei den italienischen Mannschaften hatte nur Inter Mailand ein
Unentschieden erzielt. AS Rom und Juventus Turin verloren beide mit 0:1.
In den Hinspielen des UEFA-Pokals zeichneten sich die deutschen
Mannschaften bis auf den HSV durch Abwehrfehler aus. VfL Wolfsburg leistete sich zwei krasse Torwartfehler des
schweizerischen Nationaltorhüters Benaglio, somit 0:2
bei St. Germain Paris.
Werder Bremen machte einen anfängerhaften
Fehler durch Clemens Fritz, der aus der eigenen Abwehr heraus einen Querpass
schlug, den Filippo Inzaghi nutzen konnte und somit
lag Bremen zur Pause zurück. Trotz zahlreicher Fehlversuche gelang dann nur ein
Unentschieden.
In St. Petersburg lag der VfB
Stuttgart schnell zurück, konnte aber durch Mario Gomez den Ausgleich
erzielen. Dann war Stuttgart einen Moment nicht konsequent genug in der Abwehr
und musste durch den Neu-Münchener (ab Sommer 2009) Anatoliy
Tymoshuk das 2.1 hinnehmen. St. Petersburg konnte
beste Chancen nicht verwerten, sodass beinahe noch der Ausgleich geglückt wäre.
So blieb nur die Hoffnung wegen des wertvollen Auswärtstores auf das Rückspiel.
Der Hamburger SV begann
konzentriert in Nijmegen und war das gesamte Spiel überlegen. Die Niederländer
konnten ihre wenigen Chancen nicht nutzen. Somit gewann der HSV 3:0, seit 1981
erstmalig wieder in den Niederlanden.
Vor dem Rückspiel in Italien hatte Werder
Bremen schlechte Vorraussetzungen. Nur ein Unentschieden in der Bundesliga
und dann beim AC Mailand. Es schien sich auch zu bewahrheiten, denn selbst mit
einer B-Elf gelang Mailand die 2:0 Führung. Werder zeigte wieder seine alten
Schwächen, schwache Abwehr, schlechte Chancenverwertung. Handelfmeter bei einer
Abwehr in der Mauer. Es schien keine Chance mehr. Dann gelang es aber Werder
Bremen, durch Beharrlichkeit und vor allem nie aufgeben, doch noch den
Ausgleich zu erzielen. Claudio Pizarro konnte zwei Kopfballtore erzielen. Sogar
ein Sieg wäre fast noch möglich gewesen. Somit ist Bremen wegen der
kämpferischen Leistung doch als verdienter Gesamtsieger in das Achtelfinale
gekommen. Somit kann der AC Mailand sich wieder konzentrieren auf die
Vermarktung ihres Altstars David Beckham, um so die entgangenen Gelder aus den
weiteren Spielen auszugleichen.
Wolfsburg hatte in der Bundesliga überzeugen können, aber
leider nicht im UEFA-Pokal, denn hier gelang es nur 20 Minuten lang, die
Hoffnung auf ein Weiterkommen aufrecht zu erhalten. Paris ging mit viel Routine
wieder als 3:1-Sieger hervor. Ohne ihren Torjäger Grafite hatten die
Wolfsburger keinen guten Tag erwischt.
Stuttgart konnte nicht genügend Durchschlagskraft entwickeln,
um die letztlich routinierten Petersburger gefährden zu können. Mario Gomez kam
nicht so zur Geltung, insgesamt konnte Stuttgart nicht oft und nicht lange
genug genügend Druck aufbauen. Vielleicht fehlte ihnen auch mangelnde
Cleverness. Somit gewann Petersburg wieder 2:1 und warf damit nach Bayer
Leverkusen und Bayern München im letzten Jahr nun schon den dritten
Bundesligavertreter aus dem Wettbewerb.
Die Paarungen für das Achtelfinale sind Werder Bremen gegen AS St.Etienne und Hamburger SV gegen Galatasaray
Istanbul.
Bei den italienischen Vertretern Sampdoria Genua, Udinese Calcio, AC Florenz und AC Mailand konnten sich nur Udine
für das Achtelfinale qualifizieren.
Somit erreichte Deutschland in den Spielen des Februars zwar nur mäßige
8 Punkte für die Fünfjahreswertung (3 S, 2 U, 4 N), Italien kam aber auf nur 7
Punkte (1 S, 5 U, 6 N). Deutschland konnte aber im direkten Duell eine
italiensche Mannschaft ausschalten. Das oben angesprochene Unentschieden führte
somit wieder zu einem hauchdünnen Vorsprung in der
Dreijahreswertung, siehe Spalte 14 und 15.
Achtelfinale Champions-League-Rückspiel Stand 10.März 2009
Im Spiel in München war Bayern
München von Anfang an konzentriert, spielte mit einer B-Mannschaft und
gewann gegen ein desolates Sporting Lissabon mit 7:1.
Hans Jörg Butt als Torwart bekam seinen ersten Einsatz überhaupt und spielte
fehlerfrei. Bayern liess sogar noch einige Torchancen
ungenutzt und so gelang schon wieder ein neuer Rekord mit 2 Toren von Podolski, Eigentor durch Anderson Polga (Lissabon). Gegen
das Klassetor, ein 30-m-Schuss von Joao Mutinho war
Butt machtlos. Bastian Schweinsteiger erhöhte zur Pause auf 4:1. In der zweiten
Halbzeit kam Lissabon etwas besser ins Spiel, ehe van Bommel und Klose mit
Foulelfmeter und der 19-jährige Thomas Müller den Endstand herstellten. Nach
dem 5.0 war das 7:1 der höchste Erfolg in KO-Runden nach dem 8:0 von Liverpool
gegen Besiktas Istanbul in der Gruppenphase vom
24.10.2007. Erstaunlich war, wie wenig Gegenwehr in einem Champions-League-Spiel
von Sporting Lissabon geboten wurde. Nun warten
allerdings mit den vier englischen Mannschaften, Manchester United, FC
Liverpool, sowie Chelsea und Arsenal London, Benfica
Lissabon, FC Villarreal und FC Porto einige starke
Mannschaften auf die Bayern im Viertelfinale. Die Auslosung findet statt in Nyon um 12:00 MEZ am 20. März 2009, erstaunlicherweise ohne
eine italienische Mannschft.
Achtelfinal-Hinspiel im UEFA-Pokal am 12. März 2009
Werder Bremen gegen AS St. Etienne, hier musste Bremen ohne Per Mertesacker spielen und verlor nach 10 Minuten bereits
Daniel Jensen mit einem Schlag auf die Nase. Bremen konnte die Abwehrschwächen
der Franzosen nach einer fast schon abgewehrten Situation durch Diego’s konsequenten Einsatz und dem Tor von Naldo mit 1:0 in die Pause gehen. Sie hätten höher führen
können, scheiterten aber an ihrer diese Saison schon bekannten
Abschlussschwächen. Nach den frustrierenden Ergebnissen in der Liga hätten sie
heute etwas für das Selbstbewusstsein tun können. In der zweiten Halbzeit war
der Angriffsschwung zunächst verschwunden und St. Etienne hatte einige gute
Chancen. Naldo, Pizarro und ein Freistoss von Diego
schafften dann nicht das zweite Tor. Kurz vor Schluss hatte Etienne noch eine
Riesenmöglichkeit durch Gomis, so wäre das 1:0
beinahe noch in Gefahr geraten. Nun muss Bremen im Rückspiel eine konzentrierte
Leistung bringen.
Im Spiel Hamburger SV gegen Galatasaray Istanbul begannen die Hamburger nach ihrer 1:4
Niederlage in Mönchengladbach zaghaft, mit dem Blick auf Sicherheit in der
Abwehr. „In der ersten Halbzeit keinen Fußball gespielt und den Ball in der
Abwehr hin und her geschoben.“ beklagte hinterher Trainer Martin Jol. In der 32. Minute nach einem Eckball der Hamburger kam
es zwischen Boateng und dem Istanbuler Spielmacher
Lincoln zu einem Pressschlag und nach einem Konter
durch Ahyan Akman führte
Istanbul zur Pause 1:0. In der zweiten Halbzeit konnte der HSV mehr Druck
entfalten und schoss durch Marcell Jansen in der 49.
Minute den Ausgleich zum 1:1. Ab der 53. Minute spielte Galatasaray
nur mit 10 Mann, weil Emre Asik
nach einer Notbremse vom Platz musste. Der HSV konnte seine spielerische
Überlegenheit nicht nutzen. Stürmer Milan Baros und
weitere vier Stammspieler fehlten, trotzdem konnte Istanbul sich immer
geschickt mit allen Spielern in die Abwehr verlagern und das 1:1 halten. Der
erst in der 75. Minute eingewechselte Ivica Olic traf nur noch Außenpfosten und Außennetz. Nun wird es
am 19. März in Istanbul immens schwer für den HSV, das Achtelfinale zu
überstehen.
18. und 19. März 2009
Im UEFA-Pokal Rückspiel bei AS St.
Etienne stand Werder Bremen vor
der Situation, dass es in der Bundesliga (nur Platz 10) und den Gerüchten um
Pizarro und Vorstandsvorsitzenden Born jetzt im UEFA-Pokal um eine Möglichkeit
ging, die europäischen Wettbewerbe doch noch zu erreichen.
Entsprechend motiviert führte Werder Bremen schnell durch einen Kopfball
von Sebastian Prödl auf Vorlage von Frings und einer
schönen, genau platzierten Flanke von Mesut Özil köpfte Claudio Pizarro in der 28. Minute das sichere
2:0 heraus. Nach der Halbzeit hätte Bremen durchaus höher führen können, wurde
dann aber nachlässig in der Abwehr und musste durch Yohann
Benalouane’s Kopfball auf Flanke von rechts das 1:2
hinnehmen. Bremen hatte danach wieder einige Chancen, aber der Abschluss war zu
ungenau. In der Nachspielzeit erzielte St. Etienne durch Sebastian Grax noch das 2:2. Somit zog Werder Bremen erwarteterweise in das Viertelfinale des
UEFA-Pokals ein. Störfeuer aus St. Etienne im Vorfeld konnten
sie nicht von ihrer Linie abbringen.
In der „Hölle des Ali-Sami-Yen-Stadions“ machten die Fans von Galatasaray Istanbul auch genügend Krach, aber eher schön
klingende Gesänge. Der Hamburger SV
zeigte von Anfang an gute Gegenwehr, liess in der
Konsequenz gegen Ende der ersten Halbzeit nach, sodass Boateng
etwas ungeschickt an Baros einen Foulelfmeter
verursachte, den dann der Australier Harry Kewell
knallhart verwandelte. In der 48. Minute dachte jeder, der HSV geht unter, weil
sie Arda Turan nicht aufhalten können und Milan Baros gekonnt über Frank Rost hinweglupft. Kurze Zeit
später sogar die Chance auf 3:0 für Galatasaray.
Plötzlich dreht Paolo Guerrero auf und von Pitropa bedient landet der Ball im Netz. In der 60. Minute
schon der Ausgleich zum 2:2. Langer Pass von Colin Benjamin erst auf Olic und dann zu Guerrero, der
drei Mann „austanzt“ und den Ball in die Maschen haut. Ab jetzt war der HSV
schon eigentlich weiter. Das Stadion war geschockt, die Hölle war keine Hölle
mehr. Wie hatte doch noch Karl-Heinz Feldkamp, technischer Direktor bei den
Türken, gesagt „Wenn der HSV abwartend spielt und auf das Tor wartet, dann
werden sie nicht gegen uns gewinnen.“ Bis auf wenige Unsicherheiten war es auch
nicht der Fall. Ihr Spielmacher Lincoln, früher FC Schalke 04 wurde nach
enttäuschender Leistung ausgewechselt. So brauchte Frank Rost nur noch eine
gefährliche Möglichkeit abzuwehren von Baros. Der
weite Abschlag aus der Abwehr von Marcell Jansen
kommt per hohem Lupfer zu Olic. Dieser nicht im Abseits stürmt alleine auf den
italienischen Torhüter Morgan De Sanctis zu und
überlupft diesen geschickt zum 3:2. Von vielen unerwartet, aber wegen der starken
kämpferischen Leistung zieht der HSV seit langer Zeit wieder in ein
Viertelfinale ein.
Ausblick ab Viertelfinale
Damit hatte Deutschland in der Champions League
und im UEFA-Pokal zusammen drei Mannschaften im Viertelfinale so wie im letzten
Jahr. Nur England hat mit fünf Mannschaften noch mehr. Deshalb ist dieses Jahr
auch im Fünfjahreszeitraum von 2004/05 bis 2008/09 das zweitbeste Jahr in der
Wertung.
Die Auslosungen für das Viertelfinale in der CL ergaben: FC-Barcelona- Bayern München, UP: Hamburger
SV-Manchester City, Werder Bremen-Udinese Calcio. Alles enorm schwere Spiele,
aber mit so guten Leistungen wie bisher ist ein Weiterkommen möglich, wobei im
Wettkampf mit Italien der Begegnung mit dem letzten Vertreter der Italiener,
Udinese Calcio, eine enorme Wichtigkeit zukommt.
Nach dem Abschluss der Achtelfinalspiele hat Deutschland in den Jahren
2006/07, 2007/08 und der bisherigen Saison 2008/09 zusammen einen Vorsprung von
0,634 Punkten in der zukünftigen Fünfjahreswertung. Denn in den Achtelfinalspielen
der Champions League und dem Sechzehntel- und
Achtelfinale des Europapokals zusammen hat Deutschland 19 Spielpunkte und
Italien nur 13 Punkte erspielt. In diesem Jahr ist damit Italien nur noch 1,5
Spielpunkte (=0,188 Wertungspunkte) besser als Deutschland. Drei Mannschaften
gegen eine Mannschaft sollten den Rückstand auch in diesem Jahr in einen
Vorsprung verwandeln können.
Wird dieser Vorsprung auf Italien noch zwei Spielzeiten gehalten 2009/10
+ 2010/11, dann ist Deutschland 20012/13
wieder mit einem Vertreter mehr in den europäischen Wettbewerben vertreten.
Viertelfinale 8. – 9. April 2009
Bayern München musste im Hinspiel beim FC Barcelona auf Lucio und
Lahm wegen Verletzung und van Buyten aus privaten
Gründen verzichten. Dementsprechend waren die Vertreter Oddo,
Demichelis, Breno und Lell gegen den Supersturm völlig überfordert. Zudem wurde
noch Rensing von Trainer Klinsmann überraschend gegen
Butt ausgetauscht. Der FC Bayern München machte weiter, wie es zuvor in
Wolfsburg bei der 1:5 Niederlage geendet hatte. Demotiviert und völlig ohne
Willen, im Spiel etwas erreichen zu wollen. Messi und
Eto’o spielten sich nach Beleiben die Bälle zu und so
stand es bereits nach 12 Minuten 2:0. Ein Debakel bahnte sich an. Messi erhielt nach einem Foul von Lell
wegen angeblicher Schwalbe sogar unberechtigt die gelbe Karte. In der 38.
Minute leistete erst Henry gute Vorarbeit für Messi,
der das 3:0 und in der 43. Minute Henry mit Flachschuss das 4:0 zur Pause
erzielte.
In der zweiten Halbzeit zeigte Barcelona kein Interesse mehr, das
Ergebnis zu erhöhen, sondern zeigte nur noch einen kleinen Schaulauf. Bayern
München selbst war im gesamten Spiel nur zweimal vor dem Tor des FC Barcelona.
Man hatte aber im gesamten Spiel den Eindruck, der deutsche Meister erkannte
ganz schnell seine Unterlegenheit, um dann sofort in Lethargie zu verfallen und
völlig zu vergessen, dass zu einem Fußballspiel auch ganz einfach gehört, dass
man nicht aufgibt und von Anfang bis Ende kämpft. Diese Tugenden liess der FC Bayern München von Anfang an vermissen. Somit
blieb nur eine extreme Blamage auf internationaler Basis. Die Fußballfans waren
enttäuscht, der Trainer Jürgen Klinsmann gab
sich noch trotzig und der Vorstand liess
es an Deutlichkeit nicht missen.
Im UEFA-Pokal spielte der Hamburger
SV gegen Manchester City, eine Mannschaft die über die Fairplay-Wertung
in den Wettbewerb gekommen war. Daraufhin hatte der neue Besitzer Dr. Sulaiman
Al Fahim halb Europa leer
gekauft, um die fünfte Macht in England zu werden. Entsprechend furios begann
das Spiel in Hamburg. Bereits nach 34 Sekunden hatte Ireland
mit weitem Pass von der Mittellinie den Brasilianer Robinho
ins Spiel gebracht, der Benjamin und Gravgaard
ausspielte und dann zum nach vorn geeilten Ireland
passte, der unhaltbar zum 0:1 einschob. Nach dem Debakel von Bayern München in
Barcelona hatte man schon die schlimmsten Befürchtungen in diesem Spiel. Der
HSV ließ sich nicht beirren, denn ab da konnten die Engländer kaum noch
Torchancen herausspielen. Nach einer Ecke von Trochowski
köpfte Mathijsen in der 9. Minute aufs Tor. Der
irische Nationaltorwart Given kam noch mit der Hand
an den Ball, konnte den Ausgleich aber nicht mehr verhindern. Bis zur Pause
hatten Jansen, Trochowski, noch gute Chancen, alle
von Given verhindert. Ein Pitroipa-Kopfball
traf die Latte und ein Olic-Fallrückzieher strich nur
knapp über das Tor.
Wegen seiner Heimstärke wollte Manchester City in der zweiten Halbzeit
durch Verlangsamung das Unentschieden zu halten versuchen. In der 63. Minute wollte Richards fast in Torwartmanier einen Angriff im
Strafraum abwehren. Der fällige Handelfmeter wurde von Trochowski
sicher verwandelt (63. Minute). In diesem Spiel kämpfte und rackerte Olic wieder ganz besonders und wurde in der 71. Minute
durch Guerrero ersetzt. Wieder war es Trochowski, der in der 79. Minute den freistehenden Guerrero anspielte, der dann zum 3:1 Endstand einschoss.
Insgesamt war der Hamburger SV die dominierende Mannschaft mit 18:3 Torchancen
und auch wesentlich mehr geschossenen Eckbällen. Der Torwart Given verhinderte eine durchaus höhere Niederlage.
Im zweiten Viertelfinalspiel empfing Werder Bremen den letzten italienischen Vertreter Udinese Calcio. Der Außenseiter versuchte mit einer dichten Abwehr
die Bremer von ihrem Tor fernzuhalten. Schliesslich
traf Naldo aus 30 Metern die Latte mit enormer Wucht.
Fünf Minuten später wurde Diego von seinem Gegenspieler nicht am Schuss
gehindert und aus ungünstigem Winkel erzielte dieser eines seiner Traumtore. In
der zweiten Halbzeit zeigte Werder in der Abwehr wieder seine Nachlässigkeiten.
Dreimal konnte Wiese gegen Quagliarella retten.
(47./55./59.)
Dann war es wieder Diego, nach Zuspiel von Özil
an der Strafraumseite. Nach Körpertäuschung schoss dieser sein nächstes
Traumtor (67.Min.), genau in den Winkel des Tores. Nur zwei Minuten später
stürmte Almeida alleine aufs Tor zu und schoss den
beruhigenden 3:0 Vorsprung heraus.
In der 87. Minute gelang Quagliarella im
vierten Versuch doch noch das 1:3. Dieser Treffer wurde von allen Beteiligten
als überflüssig angesehen. Nach der gezeigten Leistung sollte Bremen aber auch
in Udine gute Chancen im Rückspiel haben.
Champions League Rückspiel 14. April 2009
Bayern München spielte wieder mit Philipp Lahm und Lucio,
Schweinsteiger fiel wegen Verletzung aus, aber Butt stand wieder im Tor. Bayern
hatte in der sechsten Minute eine gute Torchance durch Sosa
auf Toni. Ribery zielte in der 14. Minute über das
Tor. Barcelona wurde dominanter, aber ohne zwingende Torchancen. Kurz vor der
Pause noch durch Toni ein Torschuss, nach Zuspiel von van Bommel. In der
zweiten Hälfte hatte gleich Ribery nach Zé Roberto Pass ganz allein vor dem Torwart Valdés nach kluger Umkurvung das 1:0 erzielt (47. Minute).
Die Spanier blieben ruhig, einen Pass von Alves auf Messi
grätscht Lucio noch in letzter Sekunde weg. Man hatte immer den Eindruck dass
Barcelona noch zulegen kann. So in der 73. Minute eine wunderbare Kombination
über Eto’o, Iniesta und Hernández wird durch Keita mit
einem 16-m Schuss ins Eck zum 1:1 abgeschlossen. Damit war die Partie
entschieden, denn die Bayern konnten nicht mehr zulegen. Fünf Minuten vor
Schluss hätte Xavi noch per Freistoss das Siegtor
erzielen können. Doch sein Schuss geht knapp am Torwinkel vorbei.
UEFA-Pokal Rückspiele am 16. April 2009
Bei Manchester City erzielte der Hamburger
SV schon in der 12. Minute das 0:1. Pitroipa
passt von rechts in die Mitte, Olic verlängert auf Guerrero, der ist vor Kompany am
Ball und lässt dem Torwart Given keine Chance.
Allerdings kann Manchester City schon 5 Minuten später ausgleichen. Trochowski wehrt einen Schuss von Elano
mit der Hand ab, den Elfmeter Verwandelt dann ebenfalls Elano
sicher. Allerdings war der Elfmeter unberechtigt. Nach ca. 30 Minuten feuert Trochowski einen Distanzschuss ab, anderereseits
rettet Rost gegen Caicedo. Kurz vor der Halbzeit
knallt ein Freistoss von Elano an die Querlatte.
In der zweiten Halbzeit verstärkt Manchester den Druck und erzielt nach
5 Minuten den 2:1 Treffer. Ireland gibtet an der Strafraum eine Pass
auf Caicedo. Dieser umkurvt Boateng,
Rost hat keine Chance bei dessen Schuss ins linke Eck. Danach folgte ein
enormer Sturmlauf der Engländer, sie waren den Hamburgern deutlich überlegen. Elano trifft per Freistoss den Pfosten. Caicedo
verpasst einen nach einer Ecke abgewehrten Ball und setzt ihn aus fünf Metern
über das Tor. Rost rettet gegen Robinho.
Der Kapitän Richard Dumme erhält in der 75. nach wiederholtem Foulspiel
die Gelb-Rote Karte. Dadurch kann Hamburg sich etwas vom Druck befreien, die
Engländer haben aber noch einige Möglichkeiten. Vier Minuten vor Schluss
verpasst Olic knapp den Ausgleichstreffer. Sturridge wiederum ebenfalls aus kurzer Distanz neben das
Tor. Damit seit 1983 war für den HSV ein Halbfinale erreicht.
Trainer Martin Jol bezeichnete hinterher diese
1:2 Niederlage als die schönste Niederlage überhaupt.
Bei Udinese Calcio bangte Werder Bremen bis kurz vor Spielbeginn um seinen Spielmacher Diego.
Bremen konzentrierte sich auf eine verstärkte Abwehr, aber nach 15 Minuten
konnte Inler die erste Torchance zum 1:0 nutzen. Nach
toller Einzelleistung eroberte sich Diego am gegnerischen Strafraum einen Ball
zurück von Zapata und erzielt den Ausgleich. Wieder
war es Quagliarella, der zwei Minuten später frei vor
Wiese auftaucht und überlegt einschiesst. Bereits in
der 38. Minute erhöht Udine auf 3:1 wieder durch Quagliarella nach Zuspiel von Inler
aus 20 Metern.
In der zweiten Halbzeit (53. Min.) verfehlt Quagliarella
knapp das Ziel. In der 60. Minute knallt ein Schuss von Almeida
an die Latte, Diego setzt nach und erzielt per Kopf das 3:2.
Gute Gelegenheiten vor beiden Toren. Kwadwo
Asamoah schiesst an den Pfosten und Diego scheitert
mit einem Foulelfmeter an Handanovic (73.). Nach
einer Diego-Ecke erzielt Pizarro das 3:3.
Somit kommt es nun zum deutschen Halbfinale gegen den Hamburger SV.
UEFA-Pokal Halbfinale am 30. April
und 7. Mai 2009
Im ersten Spiel bei Werder Bremen
gegen den Hamburger SV waren der
Hamburger Torjäger Petric und Marcell Jansen
verletzt. Gleich zu Beginn hatte erst Olic und im
Gegenzug Diego eine gute Torchance. Nach diesem spektakulären Beginn war es das
Spiel der Abwehrreihen. Nach Flanke von Demel gelang Trochowski
mit seinem ersten Kopfballtor das 0:1 in der 28. Minute.
Die zweite Halbzeit begann genauso turbulent, mit einem Weitschuss von Aogo für den HSV und Almeida mit
Kopfball für Bremen. Insgesamt Feldvorteile für Bremen, ohne aber das Tor von
Frank Rost selten in Gefahr zu bringen. Deswegen hatte aber auch der HSV einige
gute Konterchancen, so in der 65. Minute durch Olic
und kurz danach Pitroipa knapp am Tor vorbei. Torwart
Wiese machte wieder ein hervorragendes Spiel und vereitelte einige gute
Chancen.
In der Schlussphase kam Werder dann vermehrt zu guten Schusschancen. Aber
ein abgefälschter Versuch von Diego strich knapp am Pfosten vorbei (75.) und
Claudio Pizarro zielte über das Tor (77.). Und da auch die immer verzweifelter
werdenden Offensivbemühungen der Hausherren in den letzten Minuten nichts
Zählbares brachten, rettete der HSV den knappen Sieg über die Zeit und verfügt
nun über die deutlich bessere Ausgangsposition für das Rückspiel in einer
Woche.
Werder Bremen
Wiese
- C. Fritz,
Mertesacker, Naldo, Boenisch - Frings
- Tziolis, Özil - Diego
- Pizarro,
Hugo Almeida
Hamburger SV
F. Rost - Demel, Gravgaard, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Alex Silva - Pitroipa, Guerrero, Trochowski - Olic
Im Rückspiel in Hamburg fiel
durch Olic schon in der 13. Minute das 1:0 für den
HSV. Von Mathijsen steil geschickt und überlupft
Torwart Wiese. In der 29. Minute nach tollem Zusammenspiel von Pizarro und
Diego gelingt diesem ebenso ein toller Heber über Torwart Rost hinweg. Bremen
hatte bessere Torchancen. Leider erhielt Diego eine dumme Gelbe Karte weil Alex Silva sich mit ihm angelegt hatte.
Nach der Pause kam der HSV wieder besser ins Spiel. Nach einer Stunde
durch Jansen ein rasanter Flankenlauf und Pitroipa
verfehlt nur knapp das leere Bremer Tor. Auch der Nachschuss von Trochowski wird von Wiese gehalten. In der 65. Minute schiesst Pizarro einen Flatterball aufs Hamburger Tor, den
Rost wohl nicht richtig berechnete. 1:2, jetzt war Bremen im Finale. In der 83.
Minute geschah die kurioseste Geschichte seit langem. Eine, wahrscheinlich aus Hamburger Fanreihen geworfene
Papierkugel, gibt dem Ball vor dem Tor eine geänderte Flugbahn
und der Ball kann von Gravgaard nur zur Ecke geklärt
werden. Die Hamburger, bis dahin nach Ecken als einzige Mannschaft ohne
Gegentor, erhalten das 1:3 durch Frank Baumann, der von dem auf der Torlinie
stehenden Trochowski angeschossen wird.
Verzweifelt versucht der HSV noch
alles. Olic gelingt in der 87. Minute per Kopfball
noch das 2:3. Petric steht im Abseits, ein
Fallrückzieher misslingt. In der Aufregung erhält auch noch Almeida
eine noch dummere Gelbe Karte und ist mit Diego nun
im Rückspiel gesperrt. Dazu erlitt Mertesacker auch
noch einen Bänderriss.
Somit ist Werder Bremen im
Endspiel des UEFA-Pokals am 20. Mai gegen Shaktar
Donezk extrem gehandikapt.
Aufstellung Hamburger SV:
Frank Rost Guy Demel
Michael Gravgaard
Joris Mathijsen Marcell Jansen David Jarolim
Alex Silva Piotr Trochowski Jonathan Pitroipa
Mladen Petric Ivica Olic
Aufstellung SV Werder Bremen:
Tim Wiese Clemens Fritz Per Mertesacker Naldo Sebastian Boenisch Torsten Frings Frank BaumannMesut Özil
Diego Markus Rosenberg Claudio PizarroIm Endspiel war es Donezk, die schon in der 6. Minute eine schöne
Kombination zwischen Fernandinho und Adriano knapp
neben das Tor setzten. Dann bekam Werder Bremen das Spiel besser in den Griff, trotzdem
war es dann in der 26. Minute Adriano nach einer schönen Kombination mit Rat, der
den Ball über Wiese zum 1:0 zu schiessen. Bremen gab
nicht auf und erzielte in der 35. Minute durch Naldo’s
Freistoss aus 30 Metern den Ausgleich. Torwart Pyatov’s
missglückte Faustabwehr begünstigte den Ausgleich.
In der zweiten Halbzeit hatte erst Jadson eine
gute Möglichkeit durch Freistoss. Aber Wiese hielt hervorragend. Erst in 76.
Min. wieder ein Eckball durch Jadson. Auf der Gegenseite
pariert Pyatov einen Kopfball von Pizarro.
In der Verlängerung zeigt Donezk deutlich mehr Angriffsbemühungen, so
gelingt in der 97. Minute durch Jadson nach Zuspiel
von Srna das entscheidende 2:1.
Den letzten Titel des UEFA-Pokals gewinnt Shaktar Donetsk.
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